Die Immobilienfirma ISS Immobilien Schutz und Service AG (ISS AG) hat Anlegern mit über 7,0 % verzinste Inhaberschuldverschreibungen angeboten und konnte wiederholt in vielen Fällen die die versprochenen Zinsen nicht fristgerecht ausbezahlen. Darüber hinaus ist die ISS AG zum Teil seit 30.06.2007 mit der Auszahlung gekündigter Anleihen in Verzug.
Mit Schreiben vom 20.11.2007 erklärte die ISS AG gegenüber einigen Anlegern, dass sie die Zinszahlungen zum 3. Quartal aufgrund von Liquiditätsschwierigkeiten nicht fristgerecht zum 30.09.2007 anweisen konnte. Die ISS AG versprach in dem Schreiben, die Zahlungen bis 15.12.2007 nachzuholen und ebenfalls zum 15.12.2007 die Zinsen für das 4. Quartal plus 10 % Sonderzahlung an die Anleger auszubezahlen.
Keine der von der Kanzlei CLLB Rechtsanwälte vertretenen Anleger hat bis zum 18.12.2007 Zinszahlungen von der ISS AG erhalten. Weder zum 3. noch zum 4. Quartal. Das Vertrauen dieser ohnehin sehr verunsicherten Anleger ist nun endgültig erschüttert. Anleger fürchten um ihre angelegten Gelder.
Bereits in den vergangenen Monaten warteten verunsicherte Anleger trotz entsprechender Zusagen der ISS AG vergeblich auf die Auszahlung ihrer gekündigten Anleihen.
Nach Angaben der Süddeutschen Zeitung im November diesen Jahres befürchtet der Vorstand der ISS Immobilien Schutz und Service AG, Elmar Kühnen, lediglich „in naher Zukunft“ keine Insolvenz.
Am 10.12.2007 haben die CLLB Rechtsanwälte gegen die ISS AG Klage für einen Anleger eingereicht, der seit 30.06.2007 auf die Auszahlung fälliger Inhaber-Teilschuldverschreibungen wartet.
Die Stiftung Warentest hatte bereits wegen der hohen Kosten der Anleihen vor ISS Immobilien gewarnt. Ferner berichtete die FAZ.net bereits im Juli 2005, dass die ISS AG in der Vergangenheit mehrmals die Umsatzzahlen nachgebessert hatte, ohne hierüber die Anleger zu informieren.
Die Entwicklung der ISS erinnert an die jüngsten Finanzskandale anderer Unternehmen auf dem grauen Kapitalmarkt wie Wohnungsbaugesellschaft Leipzig West, DM-Beteiligungen und First-Real Estate. Diese Firmen hatten Anleihen mit überdurchschnittlich hohen Zinsen angeboten, gerieten dann in Zahlungsschwierigkeiten und mussten schließlich Insolvenz anmelden.
Rechtsanwalt und BSZ® e.V. Vertrauensanwalt Thomas Sittner, LL.M., von der Münchener Kanzlei CLLB Rechtsanwälte weist darauf hin, dass bei einer Insolvenz eines Unternehmens der Totalverlust für den Inhaber einer Anleihe droht. Daher wird den Anlegern der ISS Immobilien Schutz und Service AG dringend empfohlen, ihre Ausstiegsmöglichkeiten prüfen zu lassen.
Betroffene können sich der BSZ® e.V. Anlegerschutzgemeinschaft „ISS Immobilien Schutz und Service AG " anschließen.
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